Der Kreis Stormarn zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsregionen des Landes Schleswig-Holstein; darüber sind sich führende Wirtschaftsinstitutionen einig und prognostizieren dem Kreis beste Entwicklungschancen.

Zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Stormarn trägt in besonderem Maße die Ausstattung mit verkehrsgünstigen Gewerbegebieten und Wohnanlagen in günstiger Lage zur Metropole Hamburg bei. Die hohe Standortattraktivität geht andererseits jedoch auch mit entsprechenden Begleiterscheinungen einher. Seit Jahren sind die Probleme an den Autobahnanschlussstellen (AS) Stapelfeld und Ahrensburg bekannt. Die Entstehung von Stau ist eine dieser Folgen.

Um die Bedeutung des Kreises Stormarn als dynamischen Wirtschafts- und Wohnstandort in Schleswig-Holstein dauerhaft zu sichern bzw. nicht durch die weitere Zuspitzung der beschriebenen „Staueffekte“ zu gefährden, ist die Umsetzung der von Gutachtern vorgeschlagenen Verkehrsmaßnahmen erforderlich. Die Umsetzung hat neben der Verbesserung der Situation an den konkreten Anschlussstellen besonderen Einfluss auf die Absicherung einer positiven Wirtschaftsentwicklung in einem bedeutenden Landesteil Schleswig- Holsteins.

Eine Vernachlässigung der Umsetzung dieser Maßnahmen, erklärt Detlev Hinselmann, WAS-Geschäftsführer, hätte insoweit nicht nur negative Folgen für den Kreis Stormarn bzw. die betroffenen Gemeinden, sondern mittelbar auch für die Wachstumsdynamik der Region und des Landes insgesamt.

Vor diesem Hintergrund beauftragte die WAS in Kooperation mit dem Kreis Stormarn, der Stadt Ahrensburg, den Gemeinden Siek, Großhansdorf, Stapelfeld und Braak Fachplaner mit der Erstellung einer technischen Expertise. Ermittelt wurde der Status Quo und daraus resultierend ein Verkehrskonzept für beide AS zur Beseitigung der gefährdenden Gegebenheiten.

Dieses Verkehrskonzept wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am 23.08.2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Darauf aufbauend wurde ein ergänzendes Verkehrskonzept für die AS Ahrensburg gefertigt, um eine schnelle Interimslösung sowie eine kostengünstigere Alternative zu finden. Die Ergebnisse aus dieser Simulation wurden am 22.08.2019 vorgestellt.

Zwischenzeitlich ist die Vereinbarung zwischen dem Land Schleswig-Holstein (Straßenbauverwaltung) und der WAS – auch vertretend für den Kreis Stormarn, die Stadt Ahrensburg, die Gemeinden Siek und Großhansdorf – finalisiert.

Mit relativ einfachen baulichen Lösungen sollen an der Anschlussstelle Ahrensburg der A1 im unmittelbaren Umfeld die Verkehrsprobleme kurz- und mittelfristig angegangen werden. Ziel ist es, informiert Detlev Hinselmann, WAS-Chef – das sehr häufig bestehende Stauproblem an dieser Autobahnauf- und ausfahrt schnell zu lösen. Um den Prozess zu beschleunigen, wird die WAS die Beauftragung der Ingenieurleistungen hinsichtlich der Planung und Bauleitung sowie die Organisation der Kofinanzierung übernehmen. Gleichfalls tritt die WAS für die Vorplanungsleistungen in Vorlage und rechnet später mit den Ko-Finanzierern dem Kreis Stormarn, der Stadt Ahrensburg, den Kommunen Siek und Großhansdorf ab.

Die Planungs- und Baukosten für das bisher abgestimmte Paket betragen ca. 1,7 Mio. EUR; davon trägt das Land Schleswig-Holstein knapp 90 % und den Rest teilen sich die regionalen Kooperationspartner.

Hinselmann weiter: Es waren gute und konstruktive Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium und ich bin sehr optimistisch, dass wir die Verkehrsproblematik verbessern werden. Heute findet im „Haus der Vereine – Saal Meilsdorf, Hinterm Dorf 2, 22962 Siek – unter Anwesenheit des Wirtschaftsministers, Dr. Bernd Buchholz – die Vereinbarungsunterzeichnung für den Umbau statt. Die WAS wird stellvertretend für alle weiteren Beteiligten mitunterzeichnen.

Weitere geladene Gäste sind der Landrat des Kreises Stormarn, Dr. Henning Görtz sowie stellvertretend für Bürgermeister Michael Sarach, die 1. stellv. Bürgermeisterin Carola Behr, die Bürgermeister der Gemeinde Siek, Andreas Bitzer und der Bürgermeister der Gemeinde Großhansdorf, Janhinnerk Voß sowie das Planungsbüro Masuch + Olbrisch Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen mbH, Michael Hohmann und Loana Eichholz.

Neben Sicherheit und Senkung des Unfallrisikos ist auch deutlich geworden, dass sich das Handlungserfordernis an den Anschlussstellen nicht allein aus wirtschaftlicher Perspektive begründet, sondern auch aus sozialer (Gesundheit), ökologischer (Klima und Umweltschutz) und sozialpsychologischer Sicht (Standortimage).