Der Kreis Stormarn zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsregionen des Landes
Schleswig-Holstein; darüber sind sich führende Wirtschaftsinstitutionen einig und prognostizieren dem Kreis beste Entwicklungschancen.

Zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Stormarn trägt in besonderem Maße die Ausstat­tung mit verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebieten und Wohnanlagen in direkter Nähe zur Met­ropole Hamburg bei. Die hohe Standortattraktivität geht andererseits jedoch auch mit entsprechen­den Begleiterscheinungen einher. Seit Jahren sind die Probleme an den Autobahnanschlussstellen (AS) Stapelfeld und Ahrensburg bekannt. Die Entstehung von Stau ist eine dieser Folgen.

Um die Bedeutung des Kreises Stormarn als dynamischen Wirtschafts- und Wohnstandort in Schles­wig-Holstein dauerhaft zu sichern bzw. nicht durch die weitere Zuspitzung der beschriebenen „Staueffekte“ zu gefährden, ist die Umsetzung der von Gutachtern vorgeschlagenen Verkehrsmaß­nahmen erforderlich. Die Umsetzung hat neben der Verbesserung der Situation an den konkreten Anschlussstellen besonderen Einfluss auf die Absicherung einer positiven Wirtschaftsentwicklung in einem bedeutenden Landesteil Schleswig- Holsteins.

Eine Vernachlässigung dieser Umsetzung von Maßnahmen, erklärt Detlev Hinselmann, Geschäfts­führer der WAS, hätte insoweit nicht nur negative Folgen für den Kreis Stormarn bzw. die betroffe­nen Gemeinden, sondern mittelbar auch für die Wachstumsdynamik der Region und des Landes ins­gesamt.

Im Zuge der zwischenzeitlich abgeschlossenen Bauleitplanung der Gemeinde Stapelfeld (B-Plan 16) – und des Bezirks Wandsbek (B-Plan Rahlstedt 131) – wurde seitens der Öffentlichkeit und Selbstver­waltung – die Entwicklung der Gewerbeflächen vor dem Hintergrund der derzeitigen und der prog­nostizierten Verkehrsbelastung und -entwicklung sehr kritisch bewertet.

Vor diesem Hintergrund beauftragte die WAS Fachplaner mit der Erstellung einer technischen Ex­pertise zur Ertüchtigung der AS Stapelfeld und Ausbau der L222. Ermittelt wurde der Status Quo und daraus resultierend ein Verkehrskonzept zur Beseitigung der gefährdenden Gegebenheiten.

Um eine zukunftsgerichtete nachhaltige verkehrliche Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, vereinbaren das Land Schleswig-Holstein, die Gemeinden Stapelfeld und Braak sowie die WAS die AS Stapelfeld gemeinsam umzubauen. Das Land hat daher den Startschuss für den Ausbau der L222 im Bereich der Anschlussstelle Stapelfeld und der nachgelagerten Verkehrsknoten gegeben. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag ist hierzu zwischen dem Land Schleswig-Holstein und den Gemeinden Stapelfeld und Braak sowie der WAS final verhandelt.

Der offizielle Akt – die Vertragsunterzeichnung – findet heute in der Kratzmannschen Kate in Stapel­feld, zwischen 09:15 Uhr und 10:00 Uhr statt.
Unterzeichnende sind:
für das Land Schleswig-Holstein, der Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Buchholz
für die Gemeinde Stapelfeld, der Bürgermeister Jürgen Westphal
für die Gemeinde Braak, der Bürgermeister Hans-Ulrich Schmitz
für die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH, der Geschäftsführer Detlev Hinselmann.

Weitere geladene Gäste sind der Landrat des Kreises Stormarn, Dr. Henning Görtz sowie die Ko-Fi­nanzierer dieses Projektes die VICTORIA PARK GmbH & Co. KG und die EEW Energy from Waste Stapel­feld.

Deutlich geworden ist auch, bekräftigt Hinselmann, dass sich das Handlungserfordernis an den An­schlussstellen nicht allein aus wirtschaftlicher Perspektive begründet, sondern auch aus sozialer (Ge­sundheit), ökologischer (Klima und Umweltschutz) und sozialpsychologischer Sicht (Standortimage).